Philip Collette

Andersartigkeit bedeutet für mich, Systeme zu hinterfragen und neue Wege zu öffnen.

Unternehmer. Krisenmanager. Coach.

Ich kenne Verantwortung nicht nur aus der Beobachterrolle.

Meine Perspektive stammt aus Unternehmen, Großprojekten und Krisen – und aus einem persönlichen Wendepunkt, der mich gezwungen hat, Verantwortung neu zu verstehen.

Ich weiß, wie es sich anfühlt, Entscheidungen zu treffen, deren Folgen nicht abstrakt bleiben. Sie betreffen Unternehmen, Projekte, Arbeitsplätze und Menschen. Diese Erfahrung prägt bis heute, wie ich zuhöre, Fragen stelle und Veränderung begleite.

Porträt von Philip Collette

Zwischen Werkhalle, Boardroom und Wildnis

Ich habe gelernt, zwischen unterschiedlichen Welten zu übersetzen.

Mein beruflicher Weg begann in der technischen und handwerklichen Realität. Dort zählt nicht, wie überzeugend eine Idee klingt, sondern ob sie unter tatsächlichen Bedingungen funktioniert.

Später gründete und führte ich eine GmbH mit mehr als 200 Mitarbeitenden, war Mitgründer einer Bau-AG und gehörte ihrem Aufsichtsrat an. In nationalen und internationalen Projekten arbeitete ich mit Start-ups, mittelständischen Unternehmen und internationalen Konzernen.

Ich kenne damit nicht nur unterschiedliche Unternehmensgrößen, sondern auch die verschiedenen Wirklichkeiten innerhalb einer Organisation: die operative Arbeit, wirtschaftliche Zwänge, strategische Entscheidungen und die Dynamik zwischen Menschen, Rollen und Strukturen.

Parallel dazu suchte ich immer wieder Situationen, in denen vertraute Sicherheiten nicht mehr verfügbar waren: mit dem Expeditions-Lkw in der Wüste, allein mit dem Fahrrad im Himalaja oder unter dem Sternenhimmel abgelegener Gebirgspässe.

Diese Erfahrungen haben meine Wahrnehmung erweitert. In der Autonomie und Stille wird schnell sichtbar, was tatsächlich trägt, welche Entscheidungen notwendig sind und wo man sich selbst etwas vormacht.

Heute verbinde ich diese Erfahrungswelten miteinander. Ich spreche die Sprache der Werkhalle ebenso wie die von Geschäftsführungen, verstehe die jeweilige Kultur und nehme operative Zwänge ebenso ernst wie das, was zwischen Menschen, Rollen und Strukturen geschieht.

Der Wendepunkt

Verantwortung darf nicht in Verschleiß enden.

Lange glaubte ich, Belastung kontrollieren zu können. Dann zog mein Körper die Reißleine.

Der Zusammenbruch war kein einzelnes Ereignis, sondern die Summe vieler Jahre. Er zwang mich zu einer Frage, die sich nicht mehr durch Leistung beantworten ließ:

Will ich so weitermachen – oder bin ich bereit, Verantwortung anders zu tragen?

Der Weg zurück bestand aus zwei Jahren der Entscheidung und drei Jahren des Übergangs. Fünf Jahre, in denen ich erfahren habe, wie viel Mut, Geduld und ehrliche Auseinandersetzung es braucht, um das eigene Leben grundlegend zu verändern.

Ich kenne den Modus, in dem Menschen funktionieren, Probleme lösen und immer noch mehr Verantwortung übernehmen. Dieser „Warrior-Mode“ kann Unternehmen weit bringen. Er kann zugleich Gründer, Führungskräfte und Teams innerlich aufzehren.

Diese Erfahrung macht mich vorsichtig gegenüber schnellen Versprechen. Veränderung ist möglich. Aber sie braucht einen tragfähigen Rahmen, eine ehrliche Bestandsaufnahme und Respekt vor den Menschen, die sie umsetzen sollen.

Erfahrung trifft auf Handwerk

Meine Erfahrung wurde methodisch ergänzt.

Mein Weg begann nicht im Coachingraum. Ich habe an technischen Systemen gearbeitet, Unternehmen geführt und in Projekten Verantwortung übernommen, in denen Entscheidungen konkrete wirtschaftliche und menschliche Folgen hatten.

Das hilft mir heute, in Organisationen nicht an der Oberfläche zu beginnen. Ich kann praktische Umsetzung, betriebswirtschaftliche Realität und menschliche Dynamik gleichzeitig in den Blick nehmen.

Später kamen strukturiertes Projektmanagement, ein MBA an der University of Wales Cardiff und die Ausbildung zum achtsamkeitsbasierten systemischen Coach – MbsC nach DGSF – hinzu.

Systemisches Arbeiten bedeutet für mich deshalb nicht, wirtschaftliche oder operative Realität auszublenden. Es bedeutet, genauer zu verstehen, wie Entscheidungen, Strukturen, Beziehungen und unterschiedliche Wahrnehmungen zusammenwirken.

Für Sie heißt das: Ich kann wirtschaftliche Anforderungen ernst nehmen, praktische Konsequenzen mitdenken und zugleich die Dynamik sichtbar machen, die Veränderung unterstützt oder verhindert.

Heute

Zwischen Deutschland, Frankreich und neuen Perspektiven.

Heute lebe und arbeite ich gemeinsam mit meiner Partnerin Anja zwischen Deutschland und Frankreich.

Auf unserem fünf Hektar großen Naturgrundstück im Var entstehen Rückzugs- und Arbeitsräume für Menschen, die sich bewusst Zeit und Abstand vom gewohnten Umfeld nehmen möchten. Orte, an denen sie ihre Situation neu betrachten, neue Perspektiven entwickeln und Klarheit für das gewinnen können, was als Nächstes wichtig ist.

Manche Gespräche entfalten ihre Wirkung im Unternehmen. Andere gewinnen an Tiefe an einem neutralen Ort. Und manchmal eröffnet ein vollständig anderer Rahmen – in der Natur oder unterwegs mit unseren Expeditionsfahrzeugen – neue Wahrnehmungen und Möglichkeiten für tragfähige Entscheidungen.

Welcher Rahmen sinnvoll ist, richtet sich nach dem jeweiligen Anliegen und danach, was Klarheit, Entwicklung und gute Entscheidungen am besten unterstützt.

Wie möchten Sie weitergehen?

Vielleicht möchten Sie persönlich ins Gespräch kommen, mehr über meine Haltung erfahren oder meinen Weg im Detail kennenlernen.

Vertraulich ins Gespräch kommen

Vielleicht stehen Sie vor einer Situation, für die es keine einfache oder vorgefertigte Antwort gibt.

In einem ersten Gespräch prüfen wir gemeinsam, worum es tatsächlich geht und ob eine Zusammenarbeit fachlich und menschlich sinnvoll sein könnte.

Vertrauliches Gespräch beginnen

Was mich antreibt

Hier geht es um die daraus entstandene Haltung hinter meiner Arbeit.

Was mich antreibt

Mein Weg im Detail

„Zwischen Werkhalle, Boardroom und Wildnis“ zeigt, wie technische Praxis, unternehmerische Verantwortung und persönliche Erfahrung meine heutige Arbeit prägen.

Mein Weg im Detail

Alles beginnt beim Menschen.