Andersartigkeit bedeutet für mich, Systeme zu hinterfragen und neue Wege zu öffnen.
Unternehmer. Krisenmanager. Coach.
Ich kenne Verantwortung nicht nur aus der Beobachterrolle.
Meine Perspektive stammt aus Unternehmen, Großprojekten und Krisen –
und aus einem persönlichen Wendepunkt, der mich gezwungen hat,
Verantwortung neu zu verstehen.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, Entscheidungen zu treffen, deren Folgen
nicht abstrakt bleiben. Sie betreffen Unternehmen, Projekte, Arbeitsplätze
und Menschen. Diese Erfahrung prägt bis heute, wie ich zuhöre, Fragen stelle
und Veränderung begleite.
Zwischen Werkhalle, Boardroom und Wildnis
Ich habe gelernt, zwischen unterschiedlichen Welten zu übersetzen.
Mein beruflicher Weg begann in der technischen und handwerklichen
Realität. Dort zählt nicht, wie überzeugend eine Idee klingt,
sondern ob sie unter tatsächlichen Bedingungen funktioniert.
Später gründete und führte ich eine GmbH mit mehr als 200 Mitarbeitenden,
war Mitgründer einer Bau-AG und gehörte ihrem Aufsichtsrat an.
In nationalen und internationalen Projekten arbeitete ich mit Start-ups,
mittelständischen Unternehmen und internationalen Konzernen.
Ich kenne damit nicht nur unterschiedliche Unternehmensgrößen,
sondern auch die verschiedenen Wirklichkeiten innerhalb einer Organisation:
die operative Arbeit, wirtschaftliche Zwänge, strategische Entscheidungen
und die Dynamik zwischen Menschen, Rollen und Strukturen.
Parallel dazu suchte ich immer wieder Situationen, in denen vertraute
Sicherheiten nicht mehr verfügbar waren: mit dem Expeditions-Lkw in der
Wüste, allein mit dem Fahrrad im Himalaja oder unter dem Sternenhimmel
abgelegener Gebirgspässe.
Diese Erfahrungen haben meine Wahrnehmung erweitert. In der Autonomie und
Stille wird schnell sichtbar, was tatsächlich trägt, welche Entscheidungen
notwendig sind und wo man sich selbst etwas vormacht.
Heute verbinde ich diese Erfahrungswelten miteinander. Ich spreche die
Sprache der Werkhalle ebenso wie die von Geschäftsführungen, verstehe die
jeweilige Kultur und nehme operative Zwänge ebenso ernst wie das, was
zwischen Menschen, Rollen und Strukturen geschieht.
Der Wendepunkt
Verantwortung darf nicht in Verschleiß enden.
Lange glaubte ich, Belastung kontrollieren zu können. Dann zog mein Körper
die Reißleine.
Der Zusammenbruch war kein einzelnes Ereignis, sondern die Summe vieler
Jahre. Er zwang mich zu einer Frage, die sich nicht mehr durch Leistung
beantworten ließ:
Will ich so weitermachen – oder bin ich bereit, Verantwortung anders zu tragen?
Der Weg zurück bestand aus zwei Jahren der Entscheidung und drei Jahren
des Übergangs. Fünf Jahre, in denen ich erfahren habe, wie viel Mut, Geduld
und ehrliche Auseinandersetzung es braucht, um das eigene Leben grundlegend
zu verändern.
Ich kenne den Modus, in dem Menschen funktionieren, Probleme lösen und
immer noch mehr Verantwortung übernehmen. Dieser „Warrior-Mode“ kann
Unternehmen weit bringen. Er kann zugleich Gründer, Führungskräfte und
Teams innerlich aufzehren.
Diese Erfahrung macht mich vorsichtig gegenüber schnellen Versprechen.
Veränderung ist möglich. Aber sie braucht einen tragfähigen Rahmen,
eine ehrliche Bestandsaufnahme und Respekt vor den Menschen, die sie
umsetzen sollen.
Erfahrung trifft auf Handwerk
Meine Erfahrung wurde methodisch ergänzt.
Mein Weg begann nicht im Coachingraum. Ich habe an technischen Systemen
gearbeitet, Unternehmen geführt und in Projekten Verantwortung übernommen,
in denen Entscheidungen konkrete wirtschaftliche und menschliche Folgen hatten.
Das hilft mir heute, in Organisationen nicht an der Oberfläche zu beginnen.
Ich kann praktische Umsetzung, betriebswirtschaftliche Realität und
menschliche Dynamik gleichzeitig in den Blick nehmen.
Später kamen strukturiertes Projektmanagement, ein MBA an der University
of Wales Cardiff und die Ausbildung zum achtsamkeitsbasierten systemischen
Coach – MbsC nach DGSF – hinzu.
Systemisches Arbeiten bedeutet für mich deshalb nicht, wirtschaftliche
oder operative Realität auszublenden. Es bedeutet, genauer zu verstehen,
wie Entscheidungen, Strukturen, Beziehungen und unterschiedliche
Wahrnehmungen zusammenwirken.
Für Sie heißt das: Ich kann wirtschaftliche Anforderungen ernst nehmen,
praktische Konsequenzen mitdenken und zugleich die Dynamik sichtbar machen,
die Veränderung unterstützt oder verhindert.
Heute
Zwischen Deutschland, Frankreich und neuen Perspektiven.
Heute lebe und arbeite ich gemeinsam mit meiner Partnerin Anja zwischen
Deutschland und Frankreich.
Auf unserem fünf Hektar großen Naturgrundstück im Var entstehen Rückzugs-
und Arbeitsräume für Menschen, die sich bewusst Zeit und Abstand vom
gewohnten Umfeld nehmen möchten. Orte, an denen sie ihre Situation neu
betrachten, neue Perspektiven entwickeln und Klarheit für das gewinnen
können, was als Nächstes wichtig ist.
Manche Gespräche entfalten ihre Wirkung im Unternehmen. Andere gewinnen
an Tiefe an einem neutralen Ort. Und manchmal eröffnet ein vollständig
anderer Rahmen – in der Natur oder unterwegs mit unseren
Expeditionsfahrzeugen – neue Wahrnehmungen und Möglichkeiten für
tragfähige Entscheidungen.
Welcher Rahmen sinnvoll ist, richtet sich nach dem jeweiligen Anliegen
und danach, was Klarheit, Entwicklung und gute Entscheidungen am besten
unterstützt.
Wie möchten Sie weitergehen?
Vielleicht möchten Sie persönlich ins Gespräch kommen, mehr über meine
Haltung erfahren oder meinen Weg im Detail kennenlernen.
Vertraulich ins Gespräch kommen
Vielleicht stehen Sie vor einer Situation, für die es keine einfache
oder vorgefertigte Antwort gibt.
In einem ersten Gespräch prüfen wir gemeinsam, worum es tatsächlich
geht und ob eine Zusammenarbeit fachlich und menschlich sinnvoll sein könnte.
„Zwischen Werkhalle, Boardroom und Wildnis“ zeigt, wie technische
Praxis, unternehmerische Verantwortung und persönliche Erfahrung
meine heutige Arbeit prägen.